Der gedachte Gedanke – Ursprung unserer Existenz?

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Die Ideen darüber, wer am Ende der Schöpfungskette sitzt, sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Die Religionen liefern ihre Antwort von einem Gott, der in den verschiedenen Kulturen mit einem jeweiligen Begriff besetzt ist. Sind wir vielleicht der gedachte Gedanke eines Megabewusstseins?

Aber es gibt auch moderne Ideen, wie diese, dass wir nur Figuren in einer Art Computerspiel sind. Also sitzt jemand im unendlichen Nichts und spielt „Universum“. Wir sind dabei nur ein Teil des Spieles.

Genauso inspirierend wirkt die These einer Matrix, ähnlich wie in dem Film Matrix. Hier würden wir kontrolliert ein Leben leben, welches aber nur eine Illusion ist. Am Ende ziehen Maschinen die Strippen und wir sind auch nur die Statisten, die von nichts eine Ahnung haben.

Ist das alles zu abgefahren? Jeder Mensch darf seine eigene Theorie besitzen, die es zu respektieren gilt. Daher ist nichts komisch oder abwegig, denn schliesslich weiss niemand auf diesem Planeten, wie sich die Sachlage tatsächlich verhält. Die Antworten zu finden für die grosse Fragen, scheinen unseren Verstand zu überfordern. Vielleicht kommen wir der Sache näher, wenn wir uns vorstellen, dass alle Antworten schon da sind – und zwar in unserem Leben.

Betrachten wir den Kreislauf. Die Jahreszeiten entsprechen einem Kreislauf; sogar die Meeresströme und auch die Tatsache, dass die Erde sich um die eigene Achse dreht. Überall begegnen wir Kreisläufe; auch in unserem Leben: wir werden geboren und sterben.

Liegt es nahe, dass wir wiedergeboren werden? Ja! Die Erde ist am nächsten Tag ja auch wieder da, wenn sie sich einmal um die eigene Achse gedreht hat. Der Baum blüht im nächsten Frühjahr wieder, nachdem der seine Blätter im Herbst abgeworfen hat. Und auch das Wasser im Meer verschwindet nicht, sondern fliesst wieder in den Strom zurück.
Wie verhält es sich mit dem Universum? Es gibt Leute, die sagen, dass es vor dem Urknall ein anderes Universum gab. Hört sich das nicht an, wie eine Form von Kreislauf? Ja, auf den Gedanken könnte kommen. Doch irgendwo muss es doch einen Anfang gegeben haben oder nicht?

Sind wir der gedachte Gedanke eines Megabewusstseins?

Genau an dieser Stelle scheinen wir mit unserem menschlichen Verstand an die Grenzen des Begreifbaren zu gelangen. Wenn das Universum und die Schöpfung in gewisser Weise Ähnlichkeiten mit Prozessen in unseren Erdenleben aufweisen, dann könnte es eine interessante These geben.

Wir – das Universum mit den Planeten, Galaxien und alle Existenzen, sind vielleicht ein gedachter Gedanke, der sich manifestiert hat. Dabei verhält es sich ähnlich wie bei einem Buchautor, der sich den Inhalt seines Buches ausdenkt. Es gibt eine Storyline und Protagonisten. Wenn das Buch fertig ist, und diese spannende Story gelesen wird, kann es sein, dass man total in dieser Geschichte versinkt. Man fühlt mit den Protagonisten mit und will unbedingt wissen, wie es weiter geht. Beinahe so, als sei die Geschichte echt.

Ähnlich kann es sich mit der Schöpfungskraft verhalten. Vielleicht wurde die Existenz des Universums gedacht, welches sich letztlich manifestiert hat. Ein gedachter Gedanke von einem unendlichen Bewusstsein wurde real. Und für uns ist es absolut real, denn wir leben dieses Leben. Dabei darf man sich gerne fragen wer oder was sich so etwas ausdenkt. Möglicherweise ist es ein „das“, was denkt, also eine Form von Energie mit einem ultrastarken Bewusstsein. Denn ohne Bewusstsein kann man sich keine Geschichte ausdenken. Der gedachte Gedanke ähnelt einem Buchautor, der eine spannende Geschichte schreibt.

Okay, soweit, so gut – doch warum denkt dieses Megabewusstsein sich überhaupt eine solche Geschichte aus? An der Stelle zweigen wieder viele Wege als mögliche Antworten ab, so dass noch nicht einmal eine nachvollziehbare Tendenz zu irgendeiner These geben könnte. Denn eigentlich soll diese Schöpfungskraft absichtslos sein, sagt man, wenn man sich in spirituelle Meinungen einliest.

Das Denken und Erfinden von Geschichten muss demzufolge absichtslos stattgefunden haben, wenn man diese Parameter hinzuzieht. Wir könnten nun auf die Idee des Zufalls kommen, der aber, genau betrachtet, auch diskussionswürdig ist. Zudem ist kaum vorstellbar, dass ein solches Megabewusstsein aus einem unachtsamen Gedanken heraus das Universum manifestiert hat.

Gibt es vielleicht eine Antwort, wenn wir den Sinn unserer Existenz hinterfragen? Und zwar die Annahme, dass wir alle ein Teil des göttlichen Plans sind und das Lösen von Karma nutzen, um sich dessen bewusst zu werden? Nehmen wir an, wir alle wären uns dessen bewusst, dass wir ein Teil der Schöpfungsenergie sind. Hört dann der erdachte Gedanke von einem Universum auf?

Wir kommen an dieser Stelle nicht ernsthaft weiter oder doch? Was meinst du? Schreibe deinen Kommentar!