beruf und arbeitsplatz chef kann mich nicht leiden

3 Lösungsschritte, wenn der Vorgesetzte dich nicht mag!

Der Chef kann mich nicht leiden, glaubst du? So ein Eindruck kann schnell entstehen. Letztlich verbringen wir einen Grossteil des Tages auf der Arbeitsstelle. Menschliche Belange spielen hier eine Rolle. Doch manchmal steigern wir uns auch in etwas hinein. Ob dich dein Chef hasst, ablehnt oder nicht mag, ist eine gefühlsmässige Interpretation. Um zu verstehen, warum du das Gefühl der Ablehnung spürst, gilt es, die Dinge näher zu betrachten.

3 Gründe - der Chef kann mich nicht leiden!

Zunächst einmal dürfte klar sein, dass Chefs Menschen sind. Und manchmal ist es so, dass die Professionalität eines Vorgesetzten auf der Strecke bleibt. Emotionen, Erlebnisse aus dem Privatleben und Erfahrungen werden mitgenommen - ins Büro. Wer als Vorgesetzer keine Möglichkeit hat, sich ein Ventil für aufgestaute Emotionen zu schaffen, wird wohlmöglich eine andere Lösung suchen. Und die lautet dann: der Mitarbeiter. Und du empfindest das so, als ob der Boss dich nicht leiden kann.

Es ist derjenige, dem der oft begegnet und viele Stunden am Tag in Interaktion tritt. Auch wenn das nicht so sein soll, kann sich wohl kaum einer davon freisprechen, Groll aus auf einen Mitarbeiter abgewälzt zu haben.

In aller Regel verfliegt diese negative Energie aber wieder und die Stimmung dürfte sich wieder stabilisieren. Doch was ist, wenn dieser Umstand nicht eintritt? Zwangsweise gehst du als Mitarbeiter dann davon aus, dass etwas anderes dahintersteckt. Der Vorgesetzte mag dich nicht - das ist dann deine Schlussfolgerung.

  1. Verdrängte Anteile im unteren Bewusstsein

Vielleicht steckt mehr dahinter, als du zu glauben vermagst. Denn es ist denkbar, dass du einer Spiegelung unterliegst. Du spiegelst deinem Vorgesetzten etwas, was er selbst verdrängen möchte. Das sind die unbewussten Anteile in uns, die wir nicht mögen. Oder es sind Erfahrungen, die wir gemacht haben. Aber mit denen wir uns später nicht mehr identifizieren möchten.

Eine Spiegelung ist eine Sache, die wir selbst verdrängt haben. Eine andere Person jedoch, zeigt genau dieses Profil. Du schaust sozusagen jeden Tag in die verdrängten und unerwünschten Anteile deines Selbst. Das wir das nicht mögen, versteht sich von ganz alleine.

Schliesslich lehnen wir diese Anteile in uns ab. Und wir möchten keine Identifikation mit diesen Lasten in den inneren Schubaden herstellen. So kann es sein, dass der Mitarbeiter eine Seite zeigt, die der Chef selbst einmal pflegte. Jetzt aber lehnt er diese Anteile ab. In dir erkennt der Boss aber diese Schattenseiten. Entsprechend geht er mit dir um. Und du fühlst die Ablehnung in deiner Seele!

Beispiel: Typisch für solche Spiegelungen finden wir bei Ex-Rauchern. Sie haben es erfolgreich geschafft, das Rauchen aufzugeben. Seitdem mutieren sie zu gnadenlosen Verfechtern der Anti-Rauch-Kampagnen. Jeder der raucht, muss sich anhören, wie charakterschwach er ist. Einige Ex-Raucher lehnen es sogar konsequent ab, mit Rauchern eine Freundschaft zu führen. Das ist natürlich ein extremes, aber grandioses Beispiel für eine Spiegelung.

2. Unerfüllte Wünsche und Ziele

Aber auch unerfüllte heimliche Wünsche und Begierden spielen bei einer Spiegelung eine Rolle. Das sind Dinge, die man immer einmal machen wollte. Aber es ist nie dazu gekommen, weil die Sache vielleicht verwerflich ist. Oder die Eltern haben es verboten. Doch die heimliche Sehnsucht ist immer geblieben. Um sie abzustellen, wird sie verdrängt. Auch Verhaltensweisen können eine Spiegelung sein.

Das kann etwas sein, was dem Vorgesetzten selbst untersagt wurde. Oder was er sich abgewöhnen sollte. In der Verdrängung wird dieses Verhalten dann auch tatsächlich willentlich untersagt. Doch jetzt zeigst du als Mitarbeiter genau dieses Verhalten auf. Dein Boss rast innerlich vor Wut. Und du fühlst diese unfreundliche Haltung. Doch es wichtig zu wissen: nicht du wirst abgelehnt, sondern die Verhaltensweise.

Beispiel: Deinem Chef wurde untersagt, seine wahren Gefühle zu zeigen. Demnach hat er dieses Verhalten abgestellt und unterdrückt. Du aber bist ein Mensch, der jederzeit seine wahren Gefühle zum Ausdruck bringt. Diese Spiegelung kann den Chef innerlich aufwühlen. Das zeugt Wut, Groll und eine innere Anspannung dir gegenüber.

3. Das Ego des Chefs wird nicht befriedigt

Natürlich wissen wir, dass das Ego am Arbeitsplatz nichts verloren hat. Und erst recht nicht bei einem Vorgesetzten. Aber er ist ein Mensch wie du und ich. Auch der Boss möchte gemocht werden. Auch wenn er dies nicht durchblicken lässt. Vielleicht hast du kein Händchen dafür, im richtigen Moment das richtige zu sagen. Nämlich so, wie deine Kollegen es praktizieren. Dabei stellt sich die Frage, ob die Lobhudelei das richtige Mittel ist. Denn das verlangt von dir ein unechtes Gesicht zu zeigen und ein Spiel zu spielen.

Nicht du wirst ablehnt!

Wie dem auch sei, ins Kreuzfeuer einer Spiegelung zu geraten, ist kein leichtes Brot. Doch vielleicht hilft es, wenn du dir immer sagst: Nicht ICH werde abgelehnt, sondern das, was sich spiegele. Denke daran, wenn dir in den Sinn kommt: Der Chef mag mich nicht!