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Wahrsager und Prophet Mühlhiasl sagte die Weltkriege vorher

Mühlhiasl der Prophet aus Bayern galt als Wahrsager mit einer umstrittenen Identität. In den zeitgenössischen historischen Unterlagen taucht dieser Name jedenfalls nicht auf. Den Vermutungen zufolge soll es sich um Matthäus Lang handeln, der um 1800 herum gelebt haben soll.

Manche glauben auch, dass es sich bei Mühlhiasl um eine Sagengestalt handelt. Auch wenn die Identität von dem Wahrsager und Prophet Mühlhiasl umstritten ist, dürfte aber seine Existenz als wahrscheinlich gelten. Berühmt wurde Mühlhiasl der Prophet aus Bayern auf jeden Fall durch die Vorhersagen der beiden Weltkriege.

Prophet Mühlhiasl verfasste nichts schriftlich - aber die Zeitzeugen!

Von diesem Waldpropheten, wie man Mühlhiasl auch nannte, gab es viele Vorhersagen und auch viele Abschriften davon. Der Wahrsager und Prophet Mühlhiasl hinterliess zwar keine schriftlichen Aufzeichnungen seiner Vorhersagen. Aber die Zeitzeugen notieren stattdessen seine Aussagen.

Der Prophet wird als der Sohn von Mathias Lang vermutet, der als Müller arbeitete. Mühhiasl musste schon als Kind in der Mühle mithelfen, die er später dann übernahm. Den Erzählungen zufolge war Mühlhiasl ein Einzelgänger, auch wenn er verheiratet war und acht Kinder zeugte. Doch zu anderen Menschen hatte er eher wenig Kontakt und galt als Kautz.

Die Mühle seines Vaters konnte er nicht halten und musste diese wegen finanzieller Schwierigkeiten aufgeben. Der Wahrsager arbeitete dann (auch) für die Klöster der Umgebung, deren Mühlen er instand setzte. Doch irgendwann gab es Streit mit diesen Mönchen. Seitdem schien Mühlhiasl in den Wäldern Bayerns verschwunden zu sein.

Der Wahrsager machte ungefragt die Vorhersagen

Den Erzählungen zufolge, äusserte sich der Wahrsager ungefragt und setzte einfach mal so eine Prophezeiung in den Raum. Diese Äusserungen endeten gerne mit den Worten: „Kein Mensch will’s glauben.“ Hauptsächlich handelt es sich bei seinen Vorhersagen um Naturkatastrophen sowie Kriege. Wir können uns vorstellen, dass die Zeitzeugen vermutlich perplex waren, wenn sie so etwas hörten.

  • Klimawandel und Baumsterben

Der Winter wird kein Winter mehr sein, wie wir ihn kennen. Mühlhiasl der Prophet aus Bayern  beschreibt es so:

“Sommer und Winter sind nicht mehr auseinander zu halten“

Das könnte ein Indiz für den Klimawandel sein. Auch das Baumsterben könnte in seinen Aussagen gedeutet werden, wenn er davon spricht, dass der Wald so licht sein wird, wie der Rock vom Bettelmann.

  • Die Mega-Vorhersagen der beiden Weltkriege

Beide Weltkriege wurden beinahe auf den Tag genau von ihm prophezeit. Man darf diese zwei Prophezeiungen wohl als die Mega-Vorhersagen bezeichnen. Doch wenn es nach Mühlhiasl geht, ist damit noch nicht Schluss. Denn auch einen dritten Weltkrieg sah dieser Wahrsager bereits voraus. Und dieser soll ausgehend sein von einem Land im Osten.

Die Anzeichen, dass dieser dritte Weltkrieg in nicht allzu weiter Ferne ist, zeigen sich nach Mühlhiasl wie folgt:

"Männer und Frauen können nicht mehr auseinandergehalten werden."

Das spricht für unsere moderne Zeit hinsichtlich Kleidung und multisexuelle Ausrichtungen. Und auch das Geld, dass „einerlei“ sein soll, könnte sich auf die Einführung des Euros beziehen.

  • Coole Vorhersage - der Wagen ohne Ross und Deichsel

Auch eine coole Vorhersage ist die des Automobils. Doch dass sich Menschen ohne Ross und Deichsel fortbewegen werden, kündigte nicht nur der bayrische Prophet an. Viele andere Hellseher, Propheten und Wahrsager können ähnliche Aussagen aufweisen.

  • Das Feuer vom Himmel, welches alles vernichtet

Die Aussage von einem Feuer, welches vom Himmel fällt und alles vernichtet, könnte ein  Atomkrieg sein. Aber Mühlhiasl der Prophet hat das niemals so ausgedrückt.

Doch nach unserem heutigen Stand des Wissens über die Kriegsmaschinerie, liegt der Gedanke nah. Schliesslich wird auch eine Krankheit erwähnt, die die Menschen überkommt. Und wir  können nichts dagegen tun. Ob dieses Unheil im Zusammenhang mit einem Atomkrieg und der nuklearen Verseuchung steht, bleibt dahingestellt. Aus heutiger Sicht kann es sich um das Corona Virus handeln.

Die mystischen Umstände nach dem Tod des Hellsehers

Selbst der Tod des Sehers war ein merkwürdiges Ereignis. Als er mit dem Leichenwagen abtransportiert wird, brach offenbar die Deichsel des Wagens. Dadurch lockerte sich der Sargdeckel und ein Arm des Wahrsagers ragte heraus und zeigte Richtung Himmel. Wer dabei war, dem ist sicher ein Schauer über den Rücken gelaufen.

Mühlhiasl deutete das Ereignis zu seinen Lebzeiten so:

„Ich komm euch selbst als Toter noch aus“

Nachfolgend eines seiner Verse zu künftigen Ereignissen, die er zu seinen Lebzeiten verfasste.

"Wenn d'Bauernleut lauter Kuchen fressen …
Wenn Bauern alle politasiern …
Wenn d'Leut rote Schuh haben …
Nachher is nimmer weit hin!

Wenn der eiserne Hund in der Donau heraufbellt …
Wenn d'Leut in der Luft fliegen können …
Wenn d'Wägen ohne Roß und Deichsel fahrn …
Nachher is die Zeit da!

Wenn man Winter und Sommer nimmer auseinanderkennt …
Wenn einerlei Geld aufkommt …
Nachher steht’s nimmer lang an!"

(Mühlhiasl)