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Der spirituelle Lebensplan – Skizze mit Fallbeispiel

Eigentlich ist das Schicksal eine fixe Sache. Es wirkt einfach. Doch in einigen Fällen ist das Schicksal durchaus beeinflussbar und zwar durch den freien Willen. Das gilt auch für unseren spirituellen Lebensplan. Selbst wenn wir uns einmal „verfahren“ und vom Pfad abkommen, gibt immer Möglichkeiten auf diesen zurück zu finden.

Das fiktive Beispiel eines Lebensplans beschreibt die Stationen von Thomas.

Seine Kindheit verlief noch normal. Er wuchs behütet auf und wurde geliebt. Bei einem Verkehrsunfall kommen seine Eltern ums Leben. Zu dem Zeitpunkt ist Thomas 13 Jahre alt. An dieser Stelle eröffnen sich einige Optionen, wie sein Leben weiter verlaufen könnte.

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Variante 1 - der eigentliche Lebensplan - Umzug zur Oma

Wenn es ohne Abweichungen nach dem Plan ginge, würde er zu seiner Oma umziehen. Die Linie des Lebensplans verläuft dein einfach weiter geradeaus. Doch nicht immer verläuft alles im Leben so wie gedacht.

Variante 2 - der alternative Lebensplan - Umzug zur Tante:

Aus irgendeinem Grund zieht Thomas nicht zur Oma, sondern zur Tante. Die gestrichelten Linien zeigen den möglichen Lebensverlauf an. Wir erkennen auch, dass diese Variante weiter entfernt ist vom ursprünglichen Plan.

Es läuft nicht alles glatt in diesem neuen Zuhause. Thomas fehlt es an Verständnis und Zuneigung. Schulprobleme stellen sich ein. Aber dank einer Therapie schafft er es letztlich doch. Auf einem kleinem Umweg kommt er zurück zum Ursprungspfad.

Hier kann er nun wieder auf den vorgesehenen Pfad anknüpfen mit dem ersehnten Ausbildungsplatz, den er im Alter von 18 Jahren antreten kann. An dieser Schnittstelle kommt er zurück auf den ursprünglichen Pfad des Lebensplan und ist wieder im „Flow“.

Variante 3 - der alternative Lebensplan - Umzug in ein Heim:

Die andere Variante ist weit schwieriger. Sie zeigt uns aber, dass es trotz Widrigkeiten möglich ist, auch diesen Ursprungspfad wieder zu erreichen. In diesem Fall zieht Thomas weder zur Oma noch zur Tante, sondern kommt in ein Heim. Die Bedingungen dort sind alles andere als förderlich für seine Entwicklung.

Als Thomas 18 Jahre alt ist, verlässt er das Heim, kommt auf die schiefe Bahn und wird kriminell. Eine Weile muss er in sogar ins Gefängnis. Dort beschliesst er, seinem Leben einen Sinn zu geben und sein Schicksal in die Hand nehmen. Während der Haft beginnt Thomas eine Ausbildung. Am Ende kommt er auch mit dieser Variante wieder zurück auf den Ursprungspfad seines Lebensplans. Wir sehen hier, dass er etwas später mit der Ausbildung beginnt als in Variante 1 und 2. Hier ist er inzwischen 23 Jahre alt.

Variante 3 -  mit Abweichungen vom Plan > Drogenabhängigkeit:

Diese Lebensplan Variante führt ihn weg vom Lebensplan. Der Heimaufenthalt sorgt dafür, dass er den inneren Halt verliert und auch nicht mehr wiederfindet. Mit gerade 18 Jahren verlässt er das Heim und wird obdachlos.

Falsche Freunde führen ihn zu den Drogen und schon bald ist er in der Drogensucht gefangen. Das ist eine unplanmässige Abweichung des Lebensplans - bedingt durch den freien Willen. Die Entfernung zum ursprünglichen Lebensplan zeigt sich auch in der Distanz der Linien. Er ist so weit entfernt, dass es fraglich ist, ob er je zu den Ursprungsplan zurückfinden kann. Leider ist gerade eine Drogensucht ein riesiges Problem. Sie untergräbt zumindest fühlbar den freien Willen. Der Abhängige glaubt, dass es keinen Ausweg mehr für ihn gibt.

Die Punkte „Kriminalität“ und „Drogensucht“ liegen bildlich betrachtet nah beieinander. Das birgt natürlich eine weitere Gefahr. Denn der Weg von Kriminalität zur Drogensucht ist praktisch nur ein Katzensprung. Für den Lebensplan bedeutet das aber, dass du dich mit einem kleinen Schritt weit vom ursprünglichen Plan entfernen kannst.

Die Haft sorgte für ein Umdenken in seinem Leben

Das heisst, wenn Thomas in der Haft sich nicht zu der Ausbildung entschliesst, sondern seine Zeit nur absitzt, könnte sich das Bild ändern. Nach der Haft könnte er obdachlos werden und in die Drogensucht geraten. Deshalb ist es wichtig, dass die Angehörigen nicht einfach nur zusehen, sondern auch emotional Thomas die Stange halten. Er hätte die Möglichkeit nach der Haft zu seiner Tante oder seiner Oma zu ziehen. Wir sehen, es gebe so viele Varianten und Ideen, wie ein Leben verlaufen kann.

Die Oma hat einen Karma Job

Die Tatsache, dass Thomas den Tod seiner Eltern verarbeiten muss, ist ausschlaggebend dafür, dass er mental angeschlagen ist. Es stellt sich die Frage in welcher Variante des spirituellen Lebensplans er am besten diesen Verlust verarbeiten kann. Vermutlich wird es die Variante 1 sein. In diesem Fall hat die Oma vermutlich eine karmische Aufgabe zu erfüllen. Denn dieser Punkt im Leben von Thomas ist ein wichtiger Schnittpunkt. Solche Wendepunkte sind meistens karmisch besetzt.

Tritt aber dieser Umzug zur Oma nicht ein, hat diese einen Karmapunkt in ihrem Leben verpasst. Vielleicht wird sie im nächsten Leben mit einer ähnlichen Aufgabe konfrontiert, um die Aufgabe endlich zu lösen.

Thomas selbst hat im Alter von 13 Jahren kaum Einfluss auf die Geschehnisse und die Frage, wo er künftig wohnen wird. Er könnte höchstens einen Wunsch formulieren – den Rest aber regelt die Familie untereinander. Da Thomas praktisch die Hände gebunden sind, liegt sein Schicksal in den Händen seiner Familie. Hier kann sein freier Wille recht wenig ausrichten. Er kann erst wieder mit seinem freien Willen agieren, wenn die Entscheidung über seinen Lebens- und Wohnort gefällt wurde.

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