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Aus dem Lebensplan aussteigen? Kein Bock auf Karma!

Wir kenne alle die Aussteiger, die sich dem Gesellschaftssystem entziehen. Manchmal gruppieren sie sich zu Kommunen oder sind alleine in der Welt unterwegs. Aber Aussteiger gibt es auch bezüglich des spirituellen Lebensplans. Kein Bock auf Karma? Nur zu gut kann man diesen Wunsch verstehen. Schliesslich macht Karma nur selten Spass. Doch wie wird man ein Lebensplan-Aussteiger und macht das am Ende Sinn?

Zunächst sei gesagt, dass niemand wird gezwungen wird den Plan des Lebens zu erfüllen. Das mag zunächst eine positve Nachricht sein. Aber es gibt schon einen kleinen Haken. Denn als Lebensplan-Aussteiger musst du einen Preis dafür bezahlen und etwas opfern. Und zwar dein Lebenglück. Also glücklich sein wirst du vermutlich nicht, wenn du aussteigst.

Lebensplan-Aussteiger und wo und wie sie leben

Nun ein Lebensplan-Aussteiger kann durchaus in der Fussgängerzone sitzen und um einen Euro bitten. Hmm, ist das nicht seltsam?, denkst du. Die Lebensplan-Aussteiger steigen doch spirituell aus. Also aus dem Karma und all den Sachen. Aber in der Fussgängerzone sitzen doch die Obdachlosen. Sind das nicht ganz andere Aussteiger? Nun, der Lebensplan-Aussteiger kann durchaus am Ende auch ein Obdachloser sein. Wie schon zuvor erwähnt, fehlt dem Lebensplan-Aussteiger eines: das Glück. Und gewiss dürfen wir sagen, dass ein Obdachloser kein Glück im Leben hat. Also passt das schon. Aber nicht jeder, der dich um einen Euro bittet, ist ein spiritueller Aussteiger.

In aller Regel findest du Lebensplan-Aussteiger aber auch in Kliniken, Heimen, Gefängnissen oder anderen Einrichtungen. Diejenigen, die so etwas vermeiden können, sind vermutlich krank und nicht arbeitsfähig. Oder sie pflegen eine Sucht ziemlich stark. Es können die Menschen im Leben sein, von denen wir sagen: "Ach, der arme Teufel. Der hat auch kein Glück". Und von dem, wie sich die Menschen ein Aussteigerleben so vorstellen, ist nicht viel übrig geblieben. Nein, man bekommt doch vielmehr Mitleid wenn man einen spirituellen Lebensplan-Aussteiger begegnet.

Wie wird der spirituelle Lebensplan gestrickt und was steht drin?

Zunächst sollte man wissen, wer den Lebensplan überhaupt strickt. Du als Seele bist bereit wieder zu inkarnieren. Rückblickend sind dir die nicht aufgelösten Karmapunkte des letzten Lebens klar. Also bastelt deine Seele einen Plan. Das ist der spirituelle Lebensplan. Dabei sollen die offenen Karmapunkte die grösstmögliche Chance bekommen, aufgelöst zu werden.

Wenn der grobe spirituelle Lebensplan steht, kommen die Statisten dazu. Das sind Personen, die dir im künftigen Leben begegnen werden und Aufgaben für dich mitbringen. Dazu kann vielleicht der Ehepartner zählen. Aber auch die Eltern oder die Geschwister können die Aufgabensteller sein. Letztlich ist auch der gute Freund oder eine wichtige Bekanntschaft denkbar.

Im spirituellen Lebensplan sind auch Dinge enthalten, die du unbedingt auflösen möchtest. Vielleicht liegt es dir am Herzen, deinen Neidfaktor zu reduzieren. Oder du möchtest das Leben mehr schätzen, weil du es im letzten Leben nicht getan hast. Es kann auch sein, dass du gewisse Vorurteile abschaffen willst. Auch denkbar kann die Variante sein, in der du mit wenig Geld auskommen musst, um deine materielle Priorität zu verschieben.

Die Seele und ihr radikaler Plan um das Karma zu bearbeiten

Was auch immer es ist: Du hast dir als Seele vorgenommen, diese Sache zu lösen. Zu dumm nur, dass du genau das schon unzählige Leben zuvor wolltest. Doch dabei bist du kläglich gescheitert. Hmm, wie schaffe ich dieses Mal, den dicken Karmapunkt zu beseitigen?, denkt sich deine Seele.

So kann die Idee entstehen, in der nächsten Inkarnation mit radikalen Methoden vorgehen. In der Hoffnung, dass der Mensch, in du inkarnierst, wachgerüttelt wird. Leider ist die Seele rein geistiger Natur und kann nur auf dieser Ebene den Lebensplan stricken. Das heisst, die Seele kann sich nur bedingt einfühlen in das künftige Menschsein. Wir können es wie eine Kalkulation betrachten, die die Seele anstellt. Und es bleibt zunächst für die Seele ein Rätsel, ob dieser Mensch diese radikale Aufgabe schafft. Das Prinzip Hoffnung steht hier an oberster Stelle.

Aber offenbar wagen es viele Seelen so vorzugehen. Die Voraussetzungen des menschlichen Lebens sind der Seele bekannt. Aber nicht, wie der Mensch später mit den einzelnen Problemen umgehen wird. Und hier liegt der Knackpunkt. Denn dieser radikale Lebensplan ist jetzt fertig und es ab in die nächste Inkarnation. Nun steht und fällt dieser Plan mit dem Menschen, in dem die Seele inkarniert. Ein Wagnis, wie wir uns denken können.

Realitätsfluchten, Selbsthass und Katastrophen - dein Lebensplan missfällt dir

Zunächst scheint alles normal – oder doch nicht? Bereits deine Geburt war alles andere als einfach für deine Mutter, weil du so lange gebraucht hast um auf die Welt zu kommen. Wolltest du noch einen Rückzieher machen in der letzten Minute? Es hilft nichts, denn du kommst auf die Welt. Kaum bist du im Erdenleben gelandet, fangen auch schon die Probleme an.

Nicht nur deine Kindheit war katastrophal. Schon im Teenageralter musstest du verkraften, dass deine Eltern gestorben sind. Doch das ist dir nicht gelungen. Du haderst mit dem Leben; sucht jemanden der Schuld an allem ist und glaubst, dass es vielleicht an dir liegt. Du hast kein Glück verdient?

Du haderst mit dem Leben und dessen Herausforderungen. Und du suchst nach einem Ventil. Irgendwie willst du das Leben nicht. Jedenfalls nicht so mit all den negativen Erfahrungen. Vielleicht lehnst du dich sogar selbst ab. Es sind die Realitätsfluchten, die der erste Schritt sein können, dass du ein Lebensplan-Aussteiger wirst. Denn der Weg vom Selbsthass zu einer Drogenkarriere kann sehr kurz sein, wenn man dafür empfänglich ist. Heute lebst du auf der Strasse und die Jagd nach dem nächsten Schuss, ist das Einzige, was in deinem Leben eine Priorität besitzt.

So bist du unbewusst ein Lebensplan-Aussteiger geworden

Es ist dir nicht bewusst, dass du aus dem spirituellen Lebensplan als Teenager ausgestiegen bist. Du hast dich der karmischen Aufgabe nicht gestellt. Und diese könnte lauten: Trotz aller Widrigkeiten, dir mir widerfahren sind, werde ich dafür sorgen, dass ich mich schütze und das Leben schätze. Das bedeutet auch, dass alle anderen Aufgaben, die auch noch im Lebensplan enthalten waren, ebenso hinfällig geworden sind. Genaugenommen war dieses Leben für dich eine Nullrunde – karmisch betrachtet.

Keine Lust mehr darauf aus dem Plan des Lebens auszusteigen?

Nun, jetzt könnte die Sache inzwischen anders aussehen. Wo du doch weisst, dass ein Lebensplan-Aussteiger doch nicht so ein schönes Leben führt. Doch wie kannst du es schaffen, die schweren karmischen Aufgaben anzugehen?

Fange an zu reflektieren und stelle dir innere Fragen. Könnte hinter der Katastrophe sich vielleicht eine Aufgabe für dich verbergen? Gehe weg von der Haltung, dass irgendjemand dich bestraft. Oder dass du minderwertig bist und deshalb all das erlebst. Hinterfrage stets einen möglichen spirituellen Plan. Wenn du damit anfängst, könntest du vielleicht deine Situation besser verstehen und klügere Handlungen vollziehen, die für dich nützlich sind. Und dann ist es nicht mehr nötig über das Aussteigen nachzudenken.